Mitmachen

Hier erfährst du Schritt für Schritt, wie du beim Aufstand der letzten Generation mitmachen kannst. 
Nimm dir bitte die Zeit, dich mit unseren Werten, dem Aktionskonsens und Forderungen auseinanderzusetzen.

 

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2. Komm zum nächsten Vortrag und stelle uns deine Fragen!

Siehe letztegeneration.at/vortraege

3. Komm zum nächsten Aktionstraining

Bitte um kurze Anmeldung unter kontakt@letztegeneration.at

Werte

1: Gewaltfreiheit

Wir sind absolut gewaltfrei in unserem Verhalten und in unserer Sprache. Wir treten ruhig und respektvoll, aber entschlossen und standfest auf. Wir vermeiden Schuldzuweisungen und Beleidigungen und führen Menschen nicht vor. Auch politische Entscheidungsträger:innen sehen wir als Menschen. Wir stellen uns ihrem falschen Verhalten in den Weg. Wir akzeptieren die Konsequenzen unserer Taten und stehen öffentlich dazu. Wir sagen die Wahrheit.

2: Gemeinsame Vision und Entschlossenheit

Unser Fokus liegt auf dem Erreichen des Ziels, der Durchsetzung unserer Forderung. Wir wollen nachhaltige Veränderung erwirken, indem wir unsere Aktionen entschlossen durchziehen und jegliche Repression bis hin zur monatelangen Inhaftierung in Kauf nehmen. Gemeinsam schaffen wir die notwendige Störung, um die bestehenden Machtverhältnisse zu ändern.

3: Regenerative Kultur

Wir bringen einander Vertrauen, Solidarität und Verständnis entgegen. Jede:r leistet, so viel er oder sie möchte und kann. Niemand wird zu irgendeiner Handlung gezwungen. Wir schaffen Raum für emotionalen Austausch. Konflikte sprechen wir offen an und sorgen dafür, dass alle gesehen und gehört werden (bei Bedarf auch durch eine Mediation). Wir streben eine Konfliktlösung an, die alle mittragen können. Wenn wir nicht mit der Strategie mitgehen können, dann legen wir freiwillig unsere Mandate nieder. Wir behandeln unsere Konflikte zuerst intern und tragen sie nicht nach außen. Wir leben den Wandel, den wir einfordern.

4: Hinterfragen und Reflektieren

Wir hinterfragen uns selbst, unsere Privilegien, Machtstrukturen, Verantwortungen und Aktionen und das System, in dem wir leben. Wir lernen stets dazu und entwickeln uns weiter. Wir setzen uns regelmäßig mit unserer Theorie der Veränderung auseinander (etwa in Form von Talks, Videos oder Diskussionen). Das gibt uns die Sicherheit, unsere Aktionen besser zu verstehen und zu präsentieren. Wir erkennen die Verknüpfung der Klimakrise mit bestehenden globalen Ungerechtigkeiten an und tragen diese Zusammenhänge auch in die Öffentlichkeit.

5: Alle sind willkommen

Wir erkennen an, dass alle Menschen unterschiedlich sind und jede:r einen eigenen, individuellen Beitrag leisten kann. Diese Vielfalt ist für uns sehr wertvoll. Jede Art und Intensität, sich einzubringen, wird von uns wertgeschätzt, insbesondere Arbeiten der Fürsorge und Unterstützung. Bei uns gibt es keinen Platz für Diskriminierung – wer das nicht mittragen kann, kann nicht Teil unserer Bewegung sein.

6: Transparente Strukturen

Wir schaffen Transparenz hinsichtlich unserer Strukturen. Wir haben eine funktionelle Hierarchie: Eine Kerngruppe achtet darauf, dass unser Plan im Sinne unserer Strategie umgesetzt wird und trifft in Absprache mit den Arbeitsgruppen grundlegende Entscheidungen, etwa über gestellte Forderungen und Aktionszeiträume. Die Auswahl der Mitglieder dieser Kerngruppe erfolgt auf Basis von Strategieverständnis und Vertrauen durch die Bewegung. Unsere Arbeitsgruppen stehen allen offen, die sich im Rahmen unserer Werte für das Gelingen unserer Strategie einsetzen wollen. Wir beobachten versteckte Hierarchien und legen diese offen (z.B.: männlicher Redeanteil). Wir kommunizieren unsere eigenen Grenzen, etwa wenn wir Aufgaben nicht mehr erfüllen können.



Nachsatz:
Die Bitte, zu gehen.

In Ausnahmefällen können Menschen aufgefordert werden, Arbeitsgruppen zu verlassen und/oder sich nicht an unseren Aktionen zu beteiligen. Das ist kein Werturteil, lediglich eine Feststellung, dass die betreffende Person nicht zu uns als Aufstand der Letzten Generation passt. Wir suchen – außer in eindeutigen Fällen – vor einem solchen Schritt nach einer einvernehmlichen Lösung. Aus folgenden Hauptgründen können Menschen aufgefordert werden, die Bewegung zu verlassen:

Mangelnde gewaltfreie Disziplin. Das Gelingen unserer Strategie hängt von unserer absoluten Gewaltfreiheit ab. Wer sich in Ausnahmesituationen nicht beherrschen kann, gefährdet die Erreichung unserer Ziele und kann nicht Teil unserer Aktionen sein.

Rassismus, Sexismus, sexuelle Belästigung und andere diskriminierende Verhaltensweisen. Wir wollen eine Bewegung sein, in der sich alle wohl fühlen können, ungeachtet ihres Geschlechts, ihrer Hautfarbe, Religion, sexuellen Orientierung, sozialen Zugehörigkeit etc. Wer andere diskriminiert, schafft eine Kultur der Ausgrenzung, die bei uns keinen Platz hat.

Schwierigkeiten, produktiv im Team mitzuarbeiten. Wer die Arbeit der Gruppe stört, ihre Prozesse lähmt und/oder schlicht nicht mit den anderen Teammitgliedern zusammenarbeiten kann, kann von der Arbeitsgruppe gebeten werden, zu gehen, falls ein Mediationsversuch kein Ergebnis bringt. Es ist unerheblich, ob die ursächliche Störung mit Absicht erfolgte oder nicht. Wir können es uns angesichts der Dringlichkeit der Klima- und Ökologiekrise nicht leisten, Zeit in endlosen, im Kreis geführten Debatten zu verschwenden.

 

Aktionskonsens

1. 
Wir verhalten uns auch bei Aktionen entsprechend unserer Werte.


2. 
Wir sind absolut gewaltfrei in unseren Handlungen und bemühen auch in unserer Sprache um Gewaltfreiheit. Wir beleidigen niemanden. Das gilt sowohl untereinander als auch im Kontakt mit der Öffentlichkeit, der Polizei und allen anderen Menschen.


3. 
Wir tolerieren keine Form von diskriminierenden Äußerungen oder Verhalten.
 

4. 
Wir bereiten uns auf unsere Aktionen gründlich und gewissenhaft vor. Dazu gehört die Teilnahme an einem intensiven Aktionstraining.
 

5. 
Wir achten auf die Sicherheit aller Beteiligten und greifen niemals in flüssigen Verkehr ein. Unsere Blockadestellen sind mit Bedacht gewählt und gut einsehbar.
 

6. 
Wir achten darauf, dass wir immer eine Rettungsgasse bilden können – besonders wichtig, wenn Menschen sich festkleben. Einsatzfahrzeuge werden durchgelassen, ebenso Menschen in nachvollziehbaren, dringenden Notlagen. Wir stören den Alltag, nicht Menschen in Not.
 

7. 
Wir führen keine Aktionen unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen Drogen durch. Wir führen bei unseren Aktionen weder Alkohol noch Drogen mit uns.
 

8. 
Die Beteiligung an Aktionen basiert auf absoluter Freiwilligkeit. Niemand soll sich gezwungen fühlen, in eine Aktion gehen zu müssen. Jede:r kann jederzeit eine Aktion verlassen. Dies ist der Bezugsgruppe deutlich zu kommunizieren.
 

9. 
Wir achten aufeinander. Wir kennen innerhalb der Bezugsgruppe unsere Limits, wissen von Krankeiten und Ängsten und nehmen Rücksicht auf unsere Bedürfnisse.
 

10. 
Wir sind bereit, alle Konsequenzen unseres Handelns in Kauf zu nehmen. Das befreit uns davon, uns von staatlicher Repression einschüchtern zu lassen. Wir lassen uns unseren Willen zum Widerstand nicht brechen.
 

11. 
Wir fokussieren uns in unserer Außenkommunikation auf unsere zentrale Forderung. Nur so können wir den nötigen Druck für deren Umsetzung aufbauen.
 

12. 
Uns ist bewusst, dass wir in der Öffentlichkeit stehen und dass unsere Worte von Politik und Medien gegen uns verwendet werden können. Deshalb sind wir bedacht darauf, was wir nach Außen tragen und wie wir uns verhalten.
 

13. 
Wir fotografieren und filmen unsere Aktionen und stehen mit unserem Gesicht zu dem, was wir tun. Wir wahren die Persönlichkeitsrechte von Drittpersonen, indem wir etwa deren Gesichter und sichtbare Nummerntafeln vor einer Veröffentlichung unkenntlich machen.
 

14. 
Wir verbleiben an unserem Aktionsort und verlassen diesen nicht freiwillig, wenn wir von der Polizei oder anderen dazu aufgefordert werden. Wer sich damit unwohl fühlt, kann für sich persönlich in der Situation eine andere Entscheidung treffen.
 

15. 
Wir nehmen die Coronavirus-Pandemie ernst. Wir bleiben zuhause, wenn wir uns krank fühlen und/oder positiv getestet wurden, und orientieren uns an den lokalen Corona-Vorschriften. Innerhalb jeder Bezugsgruppe können weitere Regeln vereinbart werden, damit sich alle sicher fühlen.
 

16.
Es ist nicht Teil unserer Strategie, Menschen anzuzeigen, auch wenn uns Gewalt angetan wird. Wer individuell juristisch gegen erlebte Gewalt vorgehen will, kann dabei rechtliche Unterstützung erhalten.